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Zoologisches Museum

Zugegeben: Man muss wissen, dass es das Zoologische Museum in Göttingen überhaupt gibt. Von alleine verirrt man sich wohl nicht dorthin. Und selbst wenn man die ungefähre Position kennt und den Schildern in der Nähe des Hauptbahnhofs folgt, darf man sich unterwegs nicht von den widersprüchlichen Informationen zu den Öffnungszeiten und dem versteckten Eingang ins Boxhorn jagen lassen.

Der abenteuerliche Weg lohnt sich aber: Auf drei Ebenen sind präparierte Tiere aus der ganzen Welt ausgestellt. Darunter natürlich einheimische Arten, aber auch exotische, seltene und inzwischen ausgestorbene Tiere. Kiwi, Känguru, Kakapo – alles da. Das Highlight ist natürlich das 17 Meter lange Pottwalskelett, das ganz oben zu finden ist und das fast ein Viertel der Ausstellungsfläche beansprucht. Als die Knochen des Wals 1998 angeliefert wurden, musste sogar ein Loch in die Außenwand geschlagen werden, da der Schädelknochen nicht durch die Tür passte. Schon sehr beeindruckend.

zoologisches-museum-goettingenEs gibt aber noch viel mehr zu entdecken: Rund um den Wal entsteht eine neue Ausstellung mit Tieren der arktischen Tundra. Im Morphologie-Bereich sind Skelette ausgestellt, die interessante Vergleiche zwischen den einzelnen Arten ermöglichen. Im zweiten Stock sieht man sich plötzlich Auge in Auge mit einem finster blickenden Känguru. Auch sehr spannend, aber nichts für schwache Nerven, ist der konservierte Rattenkönig. Was das ist, findet ihr am besten selbst heraus: sonntags zwischen 10:00 und 16:00 Uhr, Berliner Straße 28, Göttingen.

Credit: Bild Mitte: „Schlange“ von mibuchat, CC-BY-SA, flickr.com; Bilder außen: Silke Hartmann (sinahar), CC-BY-SA.

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